Zeckenmittel für Katzen

Katzen bedürfen des Schutzes vor Zecken, wenn sie sich regelmäßig im Freien aufhalten. Auch im niedrigsten Gras und auf den kleinsten Büschen können sich Zecken befinden, die sich auf die Katze fallen lassen, wenn diese an ihr vorbeikommt.

Das bewährte Zeckenhalsband

Ein sehr beliebtes Zeckenmittel für Katzen ist das Halsband, das mit einem entsprechenden Wirkstoff, der die Tiere sowohl tötet als sie auch fernhält, imprägniert. Der Wirkstoff wird im Laufe der Zeit an die Haut des Tieres abgegeben und verteilt sich über den gesamten Körper. Für gewöhnlich wird ein vollständiger Schutz gegen Zecken bereits in der zweiten Woche des Tragens erreicht. Wer auch seinen permanenten Freigänger mit einem Halsband ausstatten möchten, kann von der Angst befallen werden, dass sich das Tier am Halsband strangulieren könnte. Doch dies sollte nicht geschehen, da jeder Halsband über eine sogenannte „Sollbruchstelle“ verfügt, an der das Zeckenhalsband bei zu großer Krafteinwirkung durchreißen soll, wodurch das Tier befreit ist.  Diese werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Zu den viel gekauften Zeckenhalsbändern für Katzen gehören die von Beaphar, Neudorff, Trixie und Bayer. Sie haben hinsichtlich ihrer Wirksamkeit im Test unterschiedlich abgeschnitten. So sind die Zeckenhalsbänder von Beaphar und Neudorff mit „befriedigend“ bewertet worden, die von Trixie und Bayer hingegen nur mit „ausreichend“ .

Viel Katzenbesitzer sind dem Zeckenhalsband gegenüber skeptisch. Dies liegt daran, dass die Katze einer permanenten Abgabe des Wirkstoffes ausgesetzt ist.

Spot-on Zeckenmittel für Katzen

Die Spot-on Zeckenschutzlotion ist leicht aufzutragen, wenn man seine Katze gut handlen kann. Hierzu wird zunächst die Lotionsampulle auf den Kopf gestellt. Dann wird ein Stück Haut im Nacken der Katze von den Haaren befreit. Nun kann die Lotion direkt auf die Haut gerieben werden. Es ist von Vorteil, wenn sie ein wenig einmassiert werden kann. Der Wirkstoff hält in Bezug auf Zeckenbefall circa 4 Wochen. Daher muss die Prozedur regelmäßig wiederholt werden. Nur selten kommt es zu Hautirritationen.

Frontline Spot on Katzen
Preis: 20,00€
Sie sparen: 8.31€ (29%)
Zuletzt aktualisiert am 28.04.2017

WICHTIGE HINWEISE (PFLICHTANGABEN):

FRONTLINE SPOT ON KATZE. Wirkstoff: Fipronil. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Katzen kg gegen Floh-, Zecken- und Haarlingsbefall: Abtötung von Flöhen (Ctenocephalides spp.). Die insektizide Wirksamkeit gegen adulte Flöhe bleibt 4 Wochen lang erhalten, Abtötung von Zecken (Ixodes ricinus, Dermacentor variabilis, Rhipicephalus sanguineus). Die akarizide Wirksamkeit gegen Zecken hält bis zu 2 Wochen an (gemäß experimenteller Untersuchungen), Abtötung von Haarlingen (Felicola subrostratus), Zur Behandlung und Kontrolle der Flohstichallergie (Flohallergiedermatitis = FAD). WARNHINWEIS: 1 Pipette mit 0,5 ml Lösung enthält Ethanol 99 %.

ZU RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN LESEN SIE DIE PACKUNGSBEILAGE UND FRAGEN SIE IHREN TIERARZT ODER APOTHEKER.

  • PZN-02246426
  • 6 St Lösung
  • apothekenpflichtig
  • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Produkt darf nicht an Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter abgegeben werden.

Selbiges gilt auch für das Zeckenspray sowie das Zeckenpuder.

Der Wirksamkeitstest fiel hier sehr unterschiedlich aus. Während das Spot-on von Beaphar mit „befriedigend“ abschloss, konnte das Zeckenpuder aus diesem Hause nur mit einem „mangelhaft“ aus dem Test hervor gehen. Zum Auftragen beider ist ein wenig Übung notwendig, damit die Katze weder Puder noch Spray in den Gesichtsbereich bekommt.

Sowohl bei den Zeckenhalsbändern als auch den Spot-On-Ampullen wurden nur einige Hersteller erwähnt. Die Herstellerliste ist mittlerweile angewachsen. Daher wird die Entscheidung, von welchem Hersteller das Präparat gekauft wird, oft vom persönlichen Empfinden ab.

Natürliche Zeckenmittel für Katzen

Wer seine Katze den chemischen Wirkstoffen nicht aussetzen möchte, der kann auf natürliche Zeckenschutzmittel zurückgreifen. So verhilft das homöopathische Einzelmittel Ledum in der korrekten Potenz einmal monatlich als Globuli verabreicht zu einer großen Verringerung des Zeckenbefalls, auch bei Freigängern. Es ist frei von Nebenwirkungen.

Die Firma cd-vet beispielsweise bietet sowohl Präparate zur Abwehr von Zecken an, die direkt an der Katze angewandt werden, als auch solche, die in der Umgebung des Schlafplatzes bzw. innerhalb des Hauses für Zeckenabwehr sorgen. Der Wirkstoff Geraniol und Teebaumöl sind die hauptverantwortlichen Komponenten für diese Wirkung auf die Zecken.

Auch das Einsprühen mit Präparaten, die Kokosöl enthalten, wird vielfach empfohlen. Jedoch ist dies gerade bei Freigängern, die zu unregelmäßigen Zeiten zu Hause erscheinen, eher schwierig umzusetzen. Jedoch mögen Katzen den leicht süßlichen Geruch des Kokosöls, sodass sie sich der Anwendung nicht widersetzen.

Was tun, wenn doch eine Zecke zubeißt?

Hat es trotz aller Schutzmaßnahmen eine Zecke geschafft, an einem „geschützten“ Örtchen zu zu beißen, so sollten das Entfernen mit vernünftigen Mitteln vorgenommen werden. Hierzu sollte unbedingt eine gute Zeckenzange eingesetzt werden. Wird versucht, sie mit den Fingern heraus zu ziehen, so besteht die Gefahr, dass die Zecke gequetscht wird und somit ihr Mageninhalt in die Blutbahn gerät. Dies könnte zu einer Sekundärinfektion führen. Auch der Einsatz von Klebe, alkoholischen Lösungen, Nagellackentferner oder Spülmittel sollte vollständig vermieden werden.

Die Zeckenzange aus Kunststoff ist ein gutes Hilfsmittel. Mit ihrer Hilfe kann die Zecke gut festgehalten und herausgedreht werden. Mit der Zeckenzange wird die Zecke so dicht wie möglich an den Saugwerkzeugen gefasst. Es ist wichtig, sie zu drehen und nicht einfach heraus zu reißen / ziehen. Auf diese Weise wird der Saugrüssel vollständig entfernt, inklusive aller Widerhacken. Wer aufgrund des hohen Zeckenbefalls seiner Katze oder weil er mehrere besitzt regelmäßig Zecken zu entfernen hat, sollte überlegen, ob er sich eine Zeckenzange aus Metall anschafft. Sicherlich sind die Kosten hierfür ein wenig höher als bei der aus Kunststoff. Jedoch besteht keinerlei Gefahr der frühzeitigen Abnutzung. Auch ist sie bei Bedarf leicht zu reinigen. Die im Handel erhältliche Zeckenkarte wird wie ein Hebelwerkzeug eingesetzt. Jedoch ist ihr Einsatz bei langhaarigen Tieren ein wenig unhandlich. Bei ihnen kommt auf jeden Fall die Zeckenzange zum Entfernen einer Zecke zur Anwendung.  Vielfach wird auch der Einsatz von regulären Pinzetten empfohlen. Auch hierbei ist es wichtig zu beachten, dass so tief wie möglich am unteren Ende, also vor den Saugwerkzeugen, anzufassen. Wer sich für das Zeckenlasso entscheidet, „fängt“ diese damit ein, dreht es fest ein und kann nun die Zecken entfernen.

Auch das Entsorgen der Zecke will durchdacht sein. Viel entsorgen sie in der Toilette. Doch hat sich herausgestellt, dass sie geraume Zeit im Wasser überleben können. Die beste Methode ist das einrollen in Papier und sie sodann mit einem schweren Einmachglas zu zerdrücken. Der Druck zweier Finger sowie eines Schuhabsatzes reichen nicht aus.

Fazit

Es stehen die unterschiedlichsten Mittel zum Schutz vor Zecken zur Verfügung. Sie alle bieten keinen 100%igen Schutz, wodurch es nach wie vor notwendig sein wird, das Tier nach Zecken abzusuchen und diese bei Bedarf zu entfernen. Ob ein natürliches oder ein chemisches Mittel eingesetzt wird, bleibt dem Katzenbesitzer überlassen. Dies sollte anhand der Verträglichkeit entschieden werden. Und das wiederum bedeutet ein Ausprobieren der unterschiedlichen Mittel.